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Bei Mensch und Tieren sieht man’s häufig:
Sie kratzen sich sehr oft und gern.
Die Kratzbewegung ist geläufig.
Gar Viele kratzen, nah und fern.
Man kratzt wenn’s juckt, oft mit Verrenken
(der Hund macht’s mit dem Hinterbein).
Man kratzt am Hinterkopf beim Denken.
Man kratzt im Bett und im Verein.
Man kratzt ganz offen, kratzt im Stillen,
Man kratzt an der Vergangenheit.
Auch kratzt man um des Kratzens willen,
was nur den Kratzenden erfreut.
Oft wird das Kratzen zum Erlebnis,
weil’s meist auf einen Punkt uns lenkt
und, selbst bei magrem Kratzergebnis
Genüsse liefert, Einsicht schenkt.
Wenn Maler an den Wänden kratzen,
dann nennt man Solches „Unterhalt“.
Tapeten bleichen, sind voll Tatzen,
sie lösen sich, der Leim ist alt.
Beim Wechsel von Tapeten, Jahren,
wenn Schichten fallen, alt, verdreckt,
mög’ jeder Kratzende erfahren,
dass oft viel Schönes zugedeckt!
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